Das Auge isst mit

… heißt es so schön und ja, Essen schmeckt besser, wenn es gut aussieht.

Aber wenn meine Mitbewohnerin mit angewidertem Gesicht mein Bananen-Porridge oder ähnliches mustert und fragt „Was ist DAS bitte?“, als wollte sie es lieber gar nicht wissen, dann kann ich guten Gewissens versichern, Essen kann auch schmecken, wenn es nicht sonderlich appetitlich aussieht.

Also ist es vielleicht einmal an der Zeit, ein bisschen mehr auf innere Werte zu achten und nicht darauf, ob etwas gut auf Instagram aussieht. Zumindest wenn es um gefüllte Auberginen geht. Denn die schmecken um einiges besser, als sie aussehen. Versprochen.

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Für eine Person

1 Aubergine
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1/2 Tasse Quinoa
1 Tasse Gemüsebrühe
Parmesan nach Geschmack

Die Aubergine längs halbieren, mit Olivenöl bestreichen und bei 200 Grad im Ofen garen, bis sie weich ist. Währenddessen den Quinoa zubereiten. In einer separaten Pfanne Zwiebeln und Knoblauch andünsten. Die Auberginenhälften aushöhlen und das Innenleben klein hacken oder pürieren und hinzugeben. Anschließend Quinoa hinzugeben und anbraten. Die Mischung mit Rosmarin, Salz und Pfeffer abschmecken und in die Auberginen füllen. Mit Parmesan bedecken und noch einmal 5 Minuten in den Ofen.

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Herbstlieben

 

spaziergang-turnaroundUnerwartet weich, ein unvergleichlicher Geruch: Als Kind war es mein absolutes Highlight bei Herbstspaziergängen in Laubhaufen zu springen – oder mich gleich hinein zu legen. Daran hat sich bis heute nichts geändert – nur, dass man am nächsten Tag von Arbeitskollegen eher komisch angeschaut wird, wenn man sich Blätter aus den Haaren fischt.

Meine zweite große Herbstliebe, ganz knapp nach Laubhaufen, sind Blanket Scarfs – das Accessoire jedes Basic White Girls, das grundsätzlich mit Pumpkin Spice Latte in der Hand anzutreffen ist. Ist es ein Schal? Ein Poncho? Eine Picknickdecke?
Blanket Scarfs gehören wohl zu den Modetrends, die Männer nie verstehen werden. Oder meine Eltern. Aber wer weiß, wann eine Picknickdecke nicht ganz nützlich sein könnte.

Und weil ich zu Kleidern mit Rückenausschnitten genauso wie zu Tequila-Shots selten Nein sagen kann, handelt es sich bei meinem dritten Herbstfavoriten um ein Kleid, das mit seinem Blumenmuster den Sommer noch ein bisschen in den Herbst hineinträgt. Weil, seien wir ehrlich, ein bisschen vermisst man die warmen Tage trotz Kürbissuppe und Kastaniensammeln ja doch.

 

Kleid: Staring at Stars

Blanket Scarf: Only

Kniestrümpfe: Calzedonia

Schuhe: H&M

Tasche: H&M

Für mehr Schwarz/Weiß

Schwarz oder weiß. Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt. Resting Bitch-face oder Lachkrampf.

Uns wird beigebracht, dass es nicht gut ist, in Extremen zu leben. Dass es viele Schattierungen von Grau gibt und man die Dinge nicht in richtig oder falsch einteilen kann. Und dass man vernünftig übers Jahr verteilt Kleidung dann kauft, wenn man sie benötigt und nicht in einem Shopping-Rausch innerhalb weniger Stunden eine komplett neue Garderobe ersteht.

Aber: Exzess macht Spaß. Wer nicht in einer Großstadt aufgewachsen ist, erinnert sich vielleicht dunkel an die halbjährlichen Shoppingtrips, nach denen man vollbepackt mit tausend Tüten nach Hause zurückgekehrt ist, wo es weder H&M noch Pimkie (das Mekka der 13-jährigen Dorfkinder mit einer unerklärlichen Vorliebe für knallbunte T-Shirts mit fragwürdigen Aufschriften) gab. An die Euphorie, die das ausgelöst hat.

Sich einmal einem Extrem hinzugeben, tut auch jetzt noch gut. Vielleicht nicht dem Geldbeutel oder dem Gewissen, aber bestimmt der Garderobe.

Die Dinge sind nicht immer schwarz und weiß. Aber manchmal ist es ganz schön, wenn sie es sind. Zumindest, wenn es um Kleidung geht.

Strickkleid: Vero Moda

Nietenboots: Zara (nicht aktuell)

Tasche: Zara

Lippenstift: Mac Paramount

Herbstblues Brownies

Gerade eben war es noch warm genug, um Kettenkarusell zu fahren, ohne blaue Finger zu bekommen, im Dirndl ohne Trachtenjanker herumzulaufen und guten Gewissens keinen Schal zu tragen. Fast noch ein bisschen Sommer. Doch kaum ist die Wiesn vorbei, kehrt nicht nur eine – fast unangenehme Stille – in die Stadt ein, sondern auch Kälte und Regen.
Keiner grölt mehr unironisch Hulapalu, der Bierkonsum geht drastisch zurück und man fühlt sich unerklärlich leer und wehmütig. Diagnose: Postwiesndepression.
Und weil es kaum hilft, die Schlagerplaylist weiter in Dauerschleife zu hören oder trotzig immer noch jeden Tag in Lederhosen über die verlassene Theresienwiese zu laufen, ist hier etwas, das tatsächlich wirkt: Schokolade.

150 g entkernte Datteln
200 g Walnüsse
4 EL Kakaopulver
1 EL Haferflocken
Vanilleextrakt und Zimt zum Abschmecken

Datteln 10 Minuten in warmem Wasser aufweichen, Wasser abgießen. Walnüsse (mit Hilfe von Mixer oder Pürierstab) zerkleinern, dann die restlichen Zutaten hinzugeben und solange zerkleinern, bis eine weiche Masse entsteht. Diese in eine mit Backpapier ausgelegte Form füllen, festdrücken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.