Herbstblues Brownies

Gerade eben war es noch warm genug, um Kettenkarusell zu fahren, ohne blaue Finger zu bekommen, im Dirndl ohne Trachtenjanker herumzulaufen und guten Gewissens keinen Schal zu tragen. Fast noch ein bisschen Sommer. Doch kaum ist die Wiesn vorbei, kehrt nicht nur eine – fast unangenehme Stille – in die Stadt ein, sondern auch Kälte und Regen.
Keiner grölt mehr unironisch Hulapalu, der Bierkonsum geht drastisch zurück und man fühlt sich unerklärlich leer und wehmütig. Diagnose: Postwiesndepression.
Und weil es kaum hilft, die Schlagerplaylist weiter in Dauerschleife zu hören oder trotzig immer noch jeden Tag in Lederhosen über die verlassene Theresienwiese zu laufen, ist hier etwas, das tatsächlich wirkt: Schokolade.

150 g entkernte Datteln
200 g Walnüsse
4 EL Kakaopulver
1 EL Haferflocken
Vanilleextrakt und Zimt zum Abschmecken

Datteln 10 Minuten in warmem Wasser aufweichen, Wasser abgießen. Walnüsse (mit Hilfe von Mixer oder Pürierstab) zerkleinern, dann die restlichen Zutaten hinzugeben und solange zerkleinern, bis eine weiche Masse entsteht. Diese in eine mit Backpapier ausgelegte Form füllen, festdrücken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Veganer Kaiserschmarren

Mit der Idee von veganem Kaiserschmarren habe ich schon länger geliebäugelt, bin aber immer an Rezepten gescheitert – mit gefühlt tausend Zutaten, von denen ich die Hälfte nicht kannte und erst recht nicht wusste, wo ich diese bekommen könnte. Bis ich nach einigem Probieren auf folgende einfache, schnelle und überraschend billige Variante gekommen bin:

img_5005Zutaten (für 1 Portion)

125 gr Tofu (ganz normal, beispielsweise von Aldi)
5 EL Kokosmilch
1 EL Dinkelmehl
Vanille, Zimt
1 EL Kokosöl
3 EL Ahornsirup
bei Bedarf Rosinen

Den Tofu fein pürieren und mit Kokosmilch, 1 EL Ahornsirup und Mehl vermengen, bis eine cremige Masse entsteht. Nach Bedarf mit Vanille und Zimt abschmecken und wenn gewünscht, Rosinen hinzufügen. Kokosöl erhitzen und die Masse unter gelegentlichem Wenden goldbraun anbraten. Mit Ahornsirup in der Pfanne karamellisieren lassen und warm servieren. Mit Apfelmus, Kokosraspeln oder (karamellisiertem) Obst geniessen.

Himbeer-Limetten-Cheesecake

Vegan, zuckerfrei und roh – geschmackslos? Ganz und gar nicht! Zumindest dieser Himbeer-Limettten-Käsekuchen nicht.

Achtung: Am besten schon am Tag zuvor zubereiten bzw. ca. 4 Stunden für Kühlung und ca. 3 Stunden für die Zubereitung von soaked Cashews einberechnen!

Das Originalrezept findet sich hier:

https://loveliveraw.wordpress.com/2014/08/04/raspberry-lime-cheesecake-pie/

Boden:

1 1/2 cups Pecan Nüsse
1 cup entkernte Datteln
Prise Salz

Zuerst die Dattel fein pürieren (am besten mit einem Pürierstab oder Mixer), dann die Nüsse und Salz hinzufügen und weiter zerkleinern, bis eine krümelige Mischung entsteht. In eine mit Backpapier ausgelegte Form (20x30cm) pressen und ins Gefrierfach stellen.

Füllung:
2 cups soaked Cashews (Dafür einfach 2 cups Cashew Nüsse mit doppelter Menge Wasser ca. 2-3 Stunden ziehen lassen und dann das Wasser abgießen)
Saft von 2 Limetten
Fruchtfleisch von 3 Limetten
1 TL Vanille
1/2 cup Kokosöl (flüssig, wenn nötig, kurz erwärmen)
1/3 cup Agavendicksaft
2 cups gefrorene Himbeeren

Alle Zutaten außer den Himbeeren im Mixer zerkleinern. Wenn nötig, peu a peu Wasser hinzugeben, bis die Mischung cremig ist. Das kann eine Weile dauern, also Geduld! Am besten immer wieder kurze Pausen einlegen, damit weder Mixer noch Creme überhitzen. Anschließend die Masse auf dem Boden verteilen und mit den Himbeeren bedecken und zurück ins Gefrierfach stellen.

Crumble:
1 cup Pecan Nüsse
1 cup Datteln

Prise Salz
1 cup Haferflocken

Zuerst die Datteln fein zerkleinern, dann die Nüsse und Salz hinzufügen. Anschließend die Haferflocken hinzugeben, gegebenenfalls mehr, bis eine krümelige Mischung erreicht ist. Diese über dem Kuchen verteilen und das ganze 4-5 Stunden (oder über Nacht) gefrieren. Eine halbe Stunde vor Verzehr aus dem Gefrierfach nehmen.

Tipp: Wenn Pecan Nüsse nicht aufzutreiben sind, können auch Paranüsse verwendet werden.

Better than any other kind of date

Wer „Amalienstrasse“ und „Eis“ hört, denkt wahrscheinlich als erstes an den Verrückten Eismacher. Doch manchmal lohnt es sich, ein bisschen weiter zu denken – und zu gehen. In diesem Falle nämlich in die Amalienstrasse 91, zur veganen Bio-Eismanufaktur IceDate.

Zugegeben, vegan und Eis klingt auf den ersten Blick schwer vereinbar, vor allem, wenn man dann auch noch erfährt, dass das Eis zuckerfrei ist. Aber wenn wir von Kale Smoothies und Chiapudding eines gelernt haben, dann das: gesund und lecker muss kein Widerspruch sein.
Und genau das trifft auf die Eissorten von IceDate – von Schoko-Hanf über Erdbeer-Rose bis hin zu gebrannter Mandel – zu. Gesüßt mit Datteln und mit Cashews statt Milch zubereitet können die liebevoll entweder in der Waffel oder in kleinen Schiffchen servierten Kugel geschmacklich locker mit jeglichem anderen Gelato in München mithalten (oder es sogar übertreffen) und das ganz ohne Zucker oder irgendwelche ungesunden Inhaltsstoffe.
Für 2,20 Euro pro Kugel ist das Eis zwar nicht das billigste, aber dafür bekommt man von den freundlichen Mitarbeitern immer noch eine kleine Probierkugel oben drauf. Noch dazu ist die Lage perfekt, um mit ein, zwei Kugeln noch kurz durch den Englischen Garten zu schlendern.
Wie die mit Kreide bemalte Tafel im Ladeninnern so schön verheißt: Eating well is a form of self respect. Und davon können wir schließlich alle etwas gebrauchen.

Auf einen Blick
Location: IceDate, Amalienstrasse 91, 80799 München
Öffnungszeiten: wechseln je nach Witterung, normalerweise bei schönem Wetter täglich bis 20 oder 22 Uhr
Preise: €€